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Aschenputtel zweiter Teil
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erster Teil Ausmalbilder Aschenputtel
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es sprang ihm fort und in den Garten hinter dem Haus. Darin stand ein schöner
großer Baum, an dem die herrlichsten Birnen hingen, es kletterte so
behend wie ein Eichhörnchen zwischen die Äste, und der Königssohn
wusste nicht, wo es hingekommen war. Er wartete aber, bis der Vater kam,
und sprach zu ihm 'das fremde Mädchen ist mir entwischt, und ich glaube,
es ist auf den Birnbaum gesprungen.' Der Vater dachte 'sollte es
Aschenputtel sein?' ließ sich die Axt holen und hieb den Baum um, aber es
war niemand darauf. Und als sie in die Küche kamen, lag Aschenputtel da
in der Asche, wie sonst auch, denn es war auf der andern Seite vom Baum
herabgesprungen, hatte dem Vogel auf dem Haselbäumchen die schönen
Kleider wiedergebracht und sein graues Kittelchen angezogen. |
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Am dritten Tag, als
die Eltern und Schwestern fort waren, ging Aschenputtel wieder zu seiner
Mutter Grab und sprach zu dem Bäumchen 'Bäumchen, rüttel
dich und schüttel dich, Nun warf ihm der Vogel ein Kleid herab, das war so prächtig und glänzend, wie es noch keins gehabt hatte, und die Pantoffeln waren ganz golden.
Als es in dem Kleid
zu der Hochzeit kam, wussten sie alle nicht, was sie vor Verwunderung
sagen sollten. Der Königssohn tanzte ganz allein mit ihm, und wenn es
einer aufforderte, sprach er 'das ist meine Tänzerin.'
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| Am nächsten Morgen ging er damit zu dem Mann und
sagte zu ihm 'keine andere soll meine Gemahlin werden als die, an deren Fuß
dieser goldene Schuh passt.
' Da freuten sich die beiden Schwestern, denn sie
hatten schöne Füße. Die älteste ging mit dem Schuh in die Kammer und
wollte ihn anprobieren, und die Mutter stand dabei. Aber sie konnte mit
der großen Zehe nicht hineinkommen, und der Schuh war ihr zu klein, da
reichte ihr die Mutter ein Messer und sprach 'hau die Zehe ab: wann du Königin
bist, so brauchst du nicht mehr zu Fuß zu gehen.' Das Mädchen hieb die
Zehe ab, zwängte den Fuß in den Schuh, verbis den Schmerz und ging
heraus zum Königssohn. Da nahm er sie als seine Braut aufs Pferd und ritt
mit ihr fort. Sie mussten aber an dem Grabe vorbei, da saßen die zwei Täubchen
auf dem Haselbäumchen und riefen rucke di guck, rucke di guck, |
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Er wendete sein Pferd um, brachte die falsche Braut wieder nach Hause und sagte, das wäre nicht die rechte, die andere Schwester solle den Schuh anziehen. Da ging diese in die Kammer und kam mit den Zehen glücklich in den Schuh, aber die Ferse war zu groß.
Da reichte ihr die Mutter ein Messer und sprach 'hau ein Stück von der Ferse ab: wann du Königin bist, brauchst du nicht mehr zu Fuß zu gehen.' Das Mädchen hieb ein Stück von der Ferse ab, zwängte den Fuß in den Schuh, verbis den Schmerz und ging heraus zum Königssohn. Da nahm er
sie als seine Braut aufs Pferd und ritt mit ihr fort. Als sie an dem
Haselbäumchen vorbeikamen, saßen die zwei Täubchen darauf und riefen 'rucke di guck, rucke di guck, Dann setzte es sich auf einen Schemel, zog den Fuß aus
dem schweren Holzschuh und steckte ihn in den Pantoffel, der war wie
angegossen. Und als es sich in die Höhe richtete und der König ihm ins
Gesicht sah, so erkannte er das schöne Mädchen, das mit ihm getanzt
hatte, und rief 'das ist die rechte Braut.' Die Stiefmutter und die beiden
Schwestern erschraken und wurden bleich vor Arger: er aber nahm
Aschenputtel aufs Pferd und ritt mit ihm fort. Als sie an dem Haselbäumchen
vorbeikamen, riefen die zwei weißen Täubchen rucke di guck, rucke di
guck
Als die Hochzeit mit dem Königssohn sollte gehalten werden, kamen die falschen Schwestern, wollten sich einschmeicheln und teil an seinem Glück nehmen. Als die Brautleute nun zur Kirche gingen, war die älteste zur rechten, die jüngste zur linken Seite: da pickten die Tauben einer jeden das eine Auge aus. Hernach, als sie herausgingen, war die älteste zur linken und die jüngste zur rechten: da pickten die Tauben einer jeden das andere Auge aus. Und waren sie also für ihre Bosheit und Falschheit mit Blindheit auf ihr Lebtag bestraft.
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