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Fortsetzung Herkules |
Zurück Walt Disney Der Bär im blauen Haus
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Auf dem Weg nach Theben hörte Herkules plötzlich Hilferufe. Er entdeckte eine wunderschöne junge Frau, die sich in der Gewalt von Nessus befand. Ein Scheusal, das sowohl Mensch als auch Pferd war. Herkules wusste, dass es die Pflicht eines Helden war, Frauen in Not zu helfen. Bald hatte er Nessus besiegt. Die junge Frau dankte Herkules. !Ich heiße Megara.
Und wie heißt du, mein tapferer Held?“ Herkules
wurde ganz verlegen und konnte nur mit Mühe seinen Namen stammeln. Jemand
wie Megara war ihm noch nie begegnet. Doch Megara stand in Hades’
Diensten. Als sie ihm von Herkules’ Kräften erzählte, raste Hades vor
Wut. Er rief Pech und Schwefel herbei und brüllte: „Habt ihr mir nicht
erzählt, Herkules sei tot? ...Wie soll ich Zeus je besiegen, solange er
am Leben ist?“ Unterdessen waren Philoktet und Herkules in Theben
eingetroffen. Herkules hatte noch nie eine so große und lebhafte Stadt
gesehen. Überall um ihn herum riefen die Menschen laut durcheinander.
„Unglaublich! Ist das alles eine einzige Stadt?“ fragte Herkules überwältigt.
„Eine einzige Stadt und eine Million Probleme“, erwiderte Philoktet.
„Wenn du hier überlebst, schaffst du es überall. Die Leute sangen Lieder über seine Heldentaten und malten sein Bild auf
Krüge und Vasen. Als Herkules jedoch seinen Vater im Tempel aufsuchte,
erklärte ihm Zeus, dass er noch kein wahrer Held sei. „dazu gehört
mehr, als nur berühmt zu sein.“ „Was denn?“ wollte Herkules wissen.
„Schau in dich! .. Hör auf dein Herz!“ erwiderte Zeus. Der böse
Hades wollte noch immer verhindern, dass Herkules an der Seite seines
Vaters kämpfte. Deshalb versprach er Megara, sie freizulassen, wenn sie für
ihn Herkules’ Schwächer herausfinden würde. Da Megara gerne aus
Hades’ Klauern entrinnen wollte, willigte sie schweren Herzens ein.
Megara kehrte nach Theben zurück und fand Herkules in einem Garten.
Aber als sei ihn näher kennen lernte und er so freundlich und liebevoll
zu ihr sprach, verliebte auch sie sich in ihn. Wenn sie doch nur den Mut
gehabt hätte, ihm die Wahrheit zu sagen! Als Herkules gegangen war,
erschien Hades. Megara erklärte ihm, dass sie nicht länger bereit sei,
bei seinem teuflischen Plan mitzuwirken. Hades schäumte vor Wut5. Aber
ohne es zu wollen, hatte Megara Herkules’ schwäche verraten: seine
Liebe zu ihr. Hades nahm Megara gefangen und unterbreitete Herkules einen
Vorschlag: Er sollte einen Tag lang auf seine magische Kraft verzichtet,
dann würde Megara fr3ei sein. Doch Herkules war nicht dumm. Hades musste
ihm versprechen, dass Megara kein Leid geschehen würde. Hades willigte
ein. Und Herkules gab seine Kraft auf für die Frau, die er liebte.
Nachdem Herkules nun machtlos war und den Göttern nicht helfen konnte,
ließ Hades gefährliche Ungeheuer los: die Titanen. Er befahl ihnen, die
Götter auf dem Olymp anzugreifen. Die Titanen waren böse und unheimlich
stark. Zeus und die anderen Götter konnten diesen Überraschungsangriff
nicht abwehren. Unterdessen hatte Hades ein weiteres Ungeheuer, den einäugigen
Zyklop, nach Theben geschickt. Dieses Monster sollte Herkules und mit ihm
die ganze Stadt vernichten. Armer Herkules! Ohne seine Kräfte war er
verloren. Megara hatte gro0ße Angst um Herkules. Sie flog auf Pegasus
los, um Philoktet zu Hilfe zu holen. Der Kampf schien aussichtslos. Doch Herkules
war schlau. Mit einem Strick brachte er das Ungeheuer zu Fall, so dass
dieses über eine Klippe in die Tiefe stürzte. Dabei riss´ es jedoch zwei riesige Säulen um. Diese drohten
Herkules unter sich zu begraben. Megara erkannte die Gefahr. Sie versetzte
Herkules einen Stoß, der ihm das Leben rettete.
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Dabei wurde sie selbst von einer Säule getroffen. Als Herkules sie in den Armen hielt, kehrten seine Kräfte zurück, Megara war verletzt. Somit war sein Pakt mit Hades ungültig geworden. Nur widerwillig verließ Herkules das verletzte Mädchen, das er liebte. Er musste jedoch seinem Vater in der Stunde der Not helfen. Philoktet versprach, bei Megara zu bleiben und sich um sie zu kümmern. Herkules schwang sich auf Pegasus,
flog zum Olymp und stürzte sich in das Kampfgetümmel.
Herkules Zorn war so gewaltig wie seine Kräfte. Er befreite Zeus und
schleuderte die Titanen ins Weltall. Hades raste vor Wut, aber sein Traum,
Herrscher auf dem Olymp zu werden, war vorbei. Um sich an Herkules zu rächen,
nahm Hades Megaras Seele mit in die Unterwelt. Er wusste, dass Herkules
ihr dorthin folgen würde, um sie zu retten. Herkules ritt mutig auf dem
dreiköpfigen Höllenhund hinunter in die Unterwelt. Er war bereit, sein
eigenes Leben zu opfern, um seine geliebte Megara zu retten. Hades ging
auf diesen Tauschhandel ein. Da sprang Herkules hinab, um Megaras Seele zu
holen. Zu Hades Überraschung fand Herkules dabei nicht den Tod. Indem er
sein Leben für die Frau, die er liebte, opfern wollte, hatte er zum
ersten Mal wie ein wahrer Held gehandelt. So war er wieder ein Gott und
damit unsterblich geworden. Zur Strafe für seine Untaten stieß Herkules nun
Hades hinunter in die Tiefe, wo er für immer und ewig bleiben sollte.
Bald darauf holte Zeus Herkules und Megara auf den Olymp, wo alle Götter
versammelt waren. Herkules hatte endlich sein Ziel erreicht. Zeus erklärte:
„Ein wahrer Held wird nicht an den Kräften seiner Muskeln, sondern an
der Kraft seines Herzens gemessen.“ Aber ein Problem gab es noch. Da
Megara nicht als Göttin geboren worden war, konnte sie nicht mit Herkules
auf dem Götterberg leben.
Daher sprach Herkules zu Zeus: „Vater, gerne würde
ich bei dir bleiben. Aber ein Leben ohne Megara – selbst als
Unsterblicher wäre für mich ohne Sinn. Ich möchte mit ihr auf der Erde
leben. Endlich weiß ich, wo ich hingehöre.“
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